Dosisflächenprodukt

Synonyme: DFP, DAP

Was ist das Dosisflächenprodukt?

Das Dosisflächenprodukt, abgekürzt DFP (oder engl. DAP „Dose Area Product“), ist eine Messgröße in der Röntgendiagnostik / Dosimetrie.

 

Merke: Das DFP ist das Produkt aus einer bestimmten Fläche (z.B. m²) in einer Ebene und einer Dosis (z.B. µGy) die auf diese bestimmte Fläche einwirkt. Dies wird als Dosisflächenprodukt bezeichnet und ist unabhängig von der Entfernung zur Strahlungsquelle.

 

Das Dosisflächenprodukt wird durch die Multiplikation der Nutzstrahlenfläche und der Dosis, die sich  in einer bestimmten Ebene ergibt, ermittelt. Als Maßeinheit sind µGym² gebräuchlich.

 

Das IBA KermaX plus Dosisflächenprodukt Messgerät ermittelt für Sie, am Strahlenaustrittsfenster (Kollimator) während einer Röntgenaufnahme, automatisch das Dosisflächenprodukt.

 

Da in die Berechnung des Dosisflächenproduktes die Dosis und die exponierte Fläche eingehen, ist der Wert dieser Größe vom Abstand zum Strahler unabhängig. Das bedeutet, dass das Dosisflächenprodukt bei unterschiedlichen Abständen gleichbleibt.
Des Weiteren ist das Dosisflächenprodukt für die Risikobeurteilung einer Strahlenexposition von Bedeutung. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen zu DAP-Referenzwerten und deren Beziehung zu Strahlenschäden und Langzeitrisiken für verschiedene Untersuchungen. Vom BfS definierten „diagnostischen Referenzwert“ (kurz DRW) werden in Form von DFP-Werten für röntgendiagnostische Anwendungen veröffentlicht.

 

Wie wird das Dosisflächenprodukt berechnet?

Dosis-Flächen-Produkt und das Abstandsgesetz

Bei einer Vergrößerung des Abstands zum Brandfleck des Strahlers, nimmt die Strahlungsintensität in der jeweiligen Ebene quadratisch ab, während sich die Strahlenfläche des Röntgenstrahls im Quadrat vergrößert. Bei einer zum Beispiel Vervierfachung des Abstands vom Brennfleck F der Röntgenröhre, zeigt das Strahlen Abstandsgesetz, das die Dosis auf 1/16 abfällt. Und in Bezug eine 16 x so große Fläche ergibt. Das heißt, die Strahlung verteilt sich auf eine 16 Fach so große Fläche.

Das Produkt beider Faktoren (Fläche A und Dosis D in einer definierten Ebene) bleibt dadurch Abstandsunabhängig zum Brandfleck des Strahlers.

DFP2 = D2 x A2 = 1/16 D1 x 16xA1 = D1 * A1 = DFP1

 

 

Was ist die effektive Dosis?

Die effektive Dosis ist ein Maß für die Strahlenexposition. Sie berücksichtigt die unterschiedliche Empfindlichkeit einzelner Organe gegenüber der verschiedenen Strahlungsarten. Inwieweit Organe durch Strahlung beeinflusst werden, ist auch abhängig von der verwendeten Strahlenart. Die effektive Dosis wird aus der Summe der gewichteten Organdosen berechnet.

 

Einheit Sievert (Sv) = 1 J/kg.

Siehe auch Gewebe-Wichtungsfaktoren nach RÖV Anlage 3

Bei einer kombinierten Strahlenschädigung mehrerer Organe wird für jedes Organ die effektive Dosis berechnet und für den Organismus aufsummiert.

Die Berechnung der effektiven Dosis mit zu Hilfenahme des DFP ist nur zuverlässig zu berechnen, wenn alle Parameter der Röntgenstrahlung und die Position des körperdurchdringenden Strahls bekannt sind. Hierfür gibt es veröffentlichte Abhandlungen.

 

So berechnet man das Dosisflächenprodukt
Dosisflächenprodukt mit dem KermaX Plus berechnen